Dropbox, Android, SD-Karte

Dropbox auf Android: SD-Karte einbinden mit DropSync (Pro)

Dropbox auf Android ignoriert SD-Karten. Die App DropSync (Pro) löst mein Problem zuverlässig, seit 3 Jahren schon.

DropSync Pro Bewertung 02.12.2019
DropSync Pro Bewertung 02.12.2019

Als ich eben die Screenshots für diesen Artikel geschossen habe, bin ich versehentlich über meine eigene Bewertung gewischt. Das ist doch tatsächlich schon fast 3 Jahre her. Tsss …

Jedenfalls. In diesem Artikel steht alles, was damals nicht mehr in meine Rezension gepasst hat. Wenn Du

  • ein Android Handy hast
  • mit einer SD-Karte zur Speicherweiterung
  • und Dropbox User bist

dann bist Du wahrscheinlich – wie ich damals – an den Rand gekommen. An den Rand von Dropbox.

Aus irgendeinem Grund findet es Dropbox nämlich – bis heute! – nicht wichtig, gefährlich, schwierig … such es Dir aus, mit der hauseigenen Android App auch eine SD-Karte zu synchronisieren.

Ich benutze z.B. immer noch ein HTC U11. Ja. Gab’s mal. Ich mag es immer noch! 🙂

Und ich war damals so weise, den eingelöteten Speicher per SD-Karte zu verdoppeln. Von 64 auf 128 GB. Damit komme ich seither auch wunderbar klar. Aber tatsächlich erst, als ich mit DropSync Pro die richtige App gefunden hatte, um das HTC in meinen Dropbox Cloud-Zirkus einzubinden.

Vollständig einzubinden.

Den Internen Speicher UND die SD-Karte.

Wie funktioniert das?

Du hast die Dropbox App auf Deinem Android-Handy installiert. Diese App synchronisiert den internen Speicher Deines Handys mit Deinem Dropbox-Konto. Und so mit allen Geräten, die sich auf Dein Dropbox-Konto anmelden.

Um die SD-Karte zu synchronisieren, installierst Du aus dem Google Play Store zusätzlich die App “DropSync”.

Mit der kostenlosen Grundversion kannst Du schon mal ausprobieren, wie es geht. Für einmalig ein paar Euro extra kannst Du später einen Upgrade zur Pro-Version kaufen. Für noch ein paar Euro mehr gibt es die Ultimate-Version. Ob sich das lohnt, darauf gehe ich am Schluss dieses Artikels noch mal ein.

Dann offenbarst Du der DropSync App die Zugangsdaten zu Deinem Dropbox-Konto und die App meldet sich bei Deiner Dropbox an.

Dann stellst Du ein, welche Dropbox-Ordner mit welchen Ordnern auf der SD-Karte synchronisiert werden sollen. Deine Ordnerpaare. Mit ein paar Details, dazu mehr im Folgenden.

Und ab dann – wenn Du alles richtig eingestellt hast – tappst Du einfach den blauen Button auf der Startseite und startet damit einen neuen Abgleich all Deiner Ordnerpaare (das geht auch automatisch, aber auch auf den Akku und ist meiner Erfahrung nach drübber, siehe unten).

DropSync macht also nur das, was Du schon von Dropbox erwartet hast. Aber von denen nicht bekommst. Schade. Aber! Macht ja jetzt nix mehr 🙂

Startseite von DropSync: Status

Die DropSync App besteht im Grunde nur aus 3 Seiten:

  • Status
  • Sync-Verlauf
  • Sync-Ordner
DropSync (Pro) Seite 1/3 Status
DropSync (Pro) Seite 1/3 Status

Im Bild oben siehst Du die Startseite STATUS und als Beispiel, wie mein letzter Dropbox / SD Sync schon 20 Sekunden lang gelaufen ist, mit den Details:

  • Start Datum, Zeit
  • Ende Datum, Zeit
  • Laufzeit
  • Statusmeldung (manchmal auch Fehlermeldung)
  • Welche Ordner / Dateien (wenn Du schnell bist: zum mitlesen 🙂 )
  • Anzahl Uploads vom Handy zur Dropbox-Cloud
  • Anzahl Downloads von der Dropbox-Cloud aufs Handy
  • Anzahl gelöschter Dateien auf dem Handy
  • Anzahl gelöschter Dateien in der Dropbox-Cloud

Mit dem runden blauen Button unten rechts startest Du die Synchronisation und kannst sie im Notfall abbrechen, wenn Du merkst, Du hast da irgendwas falsch eingestellt …

Der nächste Screenshot zeigt das übersichtliche Hauptmenü.

DropSync (Pro) Seite 1/3 Menü
DropSync (Pro) Seite 1/3 Menü

Wenn Du jetzt schon den Upgrade haben möchtest, weisst Du, wo.

Die Hilfe von DropSync finde ich übrigens ausgezeichnet. Nur mit Deutsch ist dort leider ganz schnell Ende. Ohne Englisch verstehst Du nichts.

Sync-Verlauf

Du ahnst es, die drei Hauptseiten liegen wie Tabs nebeneinander.

Auf dieser Seite kannst Du im Detail nachlesen, was DropSync während eines Durchlaufs protokolliert. Ein Beispiel findest Du im folgenden Screenshot (Bildschirmfoto).

DropSync (Pro) Seite 2/3 Verlauf
DropSync (Pro) Seite 2/3 Verlauf
  • Welche Dateien wann von wo nach wo kopiert wurden
  • Welche Dateien wann und wo gelöscht wurden
  • Welche Dateien übersprungen (ausgelassen) wurden

In diesem Protokoll findest Du auch sachdienliche Hinweise auf Deine Einstellungsfehler.

Ich sag das jetzt mal so. Und ich darf das auch, mit 3 Jahren Erfahrung.

Ich hatte jedenfalls noch nie das Problem, dass DropSync nicht funktioniert.

Aber durchaus schon ein paar Mal das Problem, dass der User sich irgendwie verheddert hat. Blöderweise bin das immer: ich! 🙂

Sync-Ordner

Auf der 3. Seite von DropSync, SYNC-ORDNER, paarst Du Deine Dropbox-Ordner mit den Ordnern auf Deiner SD-Karte.

Ganz oben kannst Du die automatische Synchronisation ein-/ausschalten.

Mein Tipp: Lass es!

Ich komme sehr gut damit klar, wenn ich manuell die Synchronisation auslöse (dickes Blaues auf der Startseite, Du erinnerst Dich 🙂 )

Ein Durchlauf dauert bei mir aktuell rund 1 Minute.

Zu scannen sind bei mir derzeit rund 43 GB.

Aber 99,9 % davon ändern sich nur dann und wann. Mit jedem Lauf sind für gewöhnlich nur ein paar MB hin- und herzuschieben oder zu löschen. Das war’s.

DropSync (Pro) Seite 3/3 Ordner
DropSync (Pro) Seite 3/3 Ordner

Jedes Ordnerpaar wird als Kachel dargestellt. Auf jeder Kachel stehen

  • der Titel (Name) des Ordnerpaars (bei mir: blau)
  • der Pfad des Dropbox-Ordners (mit Dropbox-Icon)
  • der Pfad des SD-Ordners (mit SD-Karten-Icon)
  • und die Sync-Methode (dazu kommen wir noch)
DropSync (Pro) Seite 3/3 Ordnerpaar bearbeiten
DropSync (Pro) Seite 3/3 Ordnerpaar bearbeiten

Auf jeder Kachel oben rechts geht’s per Dreipunkt-Menü in die Einstellungen (Bearbeiten, Löschen, Jetzt Synchronisieren).

Ordnerpaare bearbeiten

Im folgenden Screenshot ist die Detailansicht (bearbeiten) für ein Ordnerpaar dargestellt.

DropSync (Pro) Seite 3/3 Ordnerpaar einstellen
DropSync (Pro) Seite 3/3 Ordnerpaar einstellen

Die Auswahl der Ordner unterstützt DropSync sehr schön.

Du daddelst Dich einfach durch das Verzeichnis und zeigst auf den Ordner, den Du haben möchtest. So hast Du gar nicht erst die Chance, einen Pfad als Text einzutippen – mit den üblichen Tippfehlern.

Die Synchronisationsmethode ist ein Popup-Menü (dazu gleich).

Darunter sind 4 Ankreuzfelder für

  • Versteckte Dateien ausschliessen
  • Unterordner ausschliessen
  • Leere Unterorder löschen
  • Dateien nach Name auswählen

Die ersten drei verstehen sich fast von selbst.

Versteckte Dateien haben auf Android einen Dateinamen, beginnend mit einem Punkt “.”

Solche Dateien sind in der Regel Einstellungen / Konfigurationen vorbehalten und können Probleme bereiten, wenn sie ausserhalb der Originalplattform auftauchen und dort vielleicht sogar verändert werden.

Mit leeren und vollen Unterordnern kannst Du nach Geschmack verfahren.

Der letzte Punkt ist allerdings: aufwändig!

Hier kannst Du – wenn Du es wirklich darauf anlegstin Listen einzeln angeben, welche Dateien Du in die Synchronisation ein- oder ausschliessen möchtest.

Übrigens auch so ein Feature, das Dropbox selbst bis heute nicht anbietet. Nur bis auf Ordner-Ebene. Leider nicht auf Datei-Ebene.

Aber: braucht man ja auch nicht alle Tage. Und hier kann man sich eben auch schnell mal verheddern …

Sync-Methoden

Im folgenden Screenshot – bitte genau hinsehen 🙂 – ist das Popup-Menü zu sehen, mit dem Du die gewünschte Methode einstellst.

DropSync (Pro) Seite 3/3 Ordnerpaar Sync-Methode
DropSync (Pro) Seite 3/3 Ordnerpaar Sync-Methode

Mein Black-in-Black Theme macht das nicht gerade leicht, zugegeben. Deshalb hier noch mal die Auswahl:

  • Up- und Download
  • Nur Upload
  • Upload und dann löschen
  • Gerät in Cloud spiegeln
  • Nur Download

Up- und Download

steht für eine echte Hin- und Her-Synchronisation. Egal was sich auf der einen Seite ändert, wird auf der anderen nachvollzogen:

  • Neue / geänderte Datei in der Dropbox -> auf die Karte kopieren
  • Neue / geänderte Datei auf der Karte -> in die Dropbox kopieren
  • Datei in der Dropbox gelöscht -> auf der Karte löschen
  • Datei auf der Karte gelöscht -> in der Dropbox löschen

Je nachdem, was Du für die Unterordner des jeweiligen Ordnerpaars eingestellt hast, gilt dasselbe auch für diese (oder: eben nicht 🙂 ).

Nur Upload

Wenn Du Dir sicher bist, dass Du einen bestimmten Ordner auf Deiner SD-Karte immer nur in die Dropbox hochladen möchtest, was da an Dateien ist und ggf. an Unterordnern mit weiteren Dateien usw., dann ist das die Methode Deiner Wahl (auf die Einstellung “Unterordner ausschliessen” achten, siehe oben).

Ich verwende diese Methode nicht.

Sie hat den Nachteil, dass auf Handy-Seite immer mehr Dateien dazu kommen und ich irgendwann daran denken muss, dort von Hand aufzuräumen.

Deshalb bin ich DropSync sehr dankbar für die alternative Methode “Upload und dann löschen”.

Upload und dann löschen

Diese Methode finde ich perfekt für alle Bilder-, Video- und Sound-Dateien, die sich auf meinem Handy ansammeln. Per

  • Foto- / Video-Kamera
  • Scan-App (PNG, PDF)
  • Field Recorder
  • WhatsApp

Neue Fotos synchronisiere ich bei nächster Gelegenheit in meinen Bilder-Ordner auf der Dropbox und weiss, jetzt sind sie auf dem Handy gelöscht.

Bei Videos ist das sogar richtig wichtig. Das sind dicke Dateien. Mein Speicher auf dem Handy ist selbst mit SD-Karte nicht so üppig, dass Videos dort länger herumliegen sollen, als bis zur nächsten DropSync-Session.

Gelegentlich benutze ich den Field Recorder, um Audio aufzunehmen, z.B. für Sprachnotizen. Auch hier möchte ich bei nächster Gelegenheit automatisch dafür sorgen, dass die Dateien auf meinen Rechnern verfügbar sind, zum Bearbeiten (oder endgültigen Löschen wegen Belanglosigkeit 🙂 )

Und WhatsApp benutze ich eigentlich schon lange nicht mehr. Aber ich behalte den Account, weil immer noch erstaunlich viele in meinem Bekanntenkreis dabei bleiben.

Im Unterschied z.B. zu Signal speichert WhatsApp alle Mediendateien aus Chats lokal, in Cache-Ordnern für Bilder, Videos und Audio. Und da sammelt sich mit der Zeit so einiges an.

Auch hier möchte ich nicht von Hand hinterherkramen.

Upload und löschen ist also auch dafür perfekt.

Dann entscheide ich irgendwann am Rechner, welcher Gimmick vielleicht mal doch so witzig war, dass ich ihn noch eine Weile behalten oder gar wiederverwenden möchte (kommt aber super-selten vor).

Gerät in Cloud spiegeln

Keine Sorge. Hier ist die Übersetzung ins Deutsch verrutscht. Gemeint ist: nur der Ordner auf der SD-Karte in Deinem Handy, nicht das ganze Gerät, sprich, eben! Dein Handy komplett, Gott bewahr! 🙂

Spiegeln bedeutet: was auf der einen Seite passiert, wird auf der anderen Seite nachgemacht.

Mit der Methode Gerät in Cloud spiegeln wird allerdings nur in eine Richtung gespiegelt. Von der SD-Karte zur Dropbox.

Wenn Du vollständig spiegeln möchtest, hin und her zwischen Dropbox und SD-Karte, dann ist die erste Methode Up- und Download die Richtige.

Wenn Du nur andersherum spiegeln möchtest, von der Dropbox zur SD-Karte, dann wählst Du die letzte Methode: Nur Download (siehe folgenden Abschnitt).

Nur Download

Diese Methode ist das Gegenstück zur Methode Nur Upload, siehe oben.

Sie bietet sich für den Fall an, dass Du mit neuen / geänderten Dateien immer nur in der Dropbox rechnest, aber auch mit dem Handy darauf Zugriff haben möchtest, lesend.

Du kannst natürlich weiter auch in diesem Ordner auf Deinem Handy Dateien anlegen, ändern, löschen. Nur erfährst Du davon nie mehr, wenn Du in Deine Dropbox schaust.

Deshalb verwende ich diese Methode bisher nie. Mir fällt kein sinnvoller Use Case ein. Für mich ist die Dropbox das Kontrollzentrum. Alle meine Geräte sind nur Zu- und Abspieler.

Aber das muss Dich von nichts abhalten!

App-Einstellungen

Zu den Grundeinstellungen der DropSync-App kommst Du, wenn Du in der Titelzeile der App rechts das Dreipunkt-Menü aufklappst.

Dann sieht das bei Dir ungefähr so aus, wie in den beiden folgenden Screenshots dargestellt:

DropSync (Pro) Einstellungen 1
DropSync (Pro) Einstellungen 1

Wichtig ist offensichtlich, dass Du unter Dropbox-Account Deinen Dropbox-Account einstellst (Deine Zugangsdaten zur Anmeldung bei Dropbox).

Weniger offensichtlich: es empfiehlt sich, in den Android-Einstellungen die Akkuoptimierung für DropSync auszuschalten. Das kannst Du in den DropSync-Einstellungen mit der gleichnamigen Option erledigen. Es sei denn, Du legst Wert darauf, dass Android gerade den Akku optimiert, wenn Du auf Deine Synchronisation wartest …

Und, vielleicht auch nicht auf Anhieb klar: mit der nächsten Option kommst Du noch mal in Deine Android-Einstellungen und sagst Android, dass Du DropSync den Schreibzugriff auf Deine SD-Karte erlaubst.

Sonst: bei der Akkuoptimierung wird nur gemeckert. Bei fehlendem Schreibzugriff hagelt es Fehlermeldungen (falls Du das mal ausprobieren möchtest 🙂 )

DropSync (Pro) Einstellungen 2
DropSync (Pro) Einstellungen 2

Wie im letzten Screenshot gezeigt, hast Du auf der Einstellungsseite weiter unten auch die Möglichkeit,

  • einen Upgrade zu bestellen
  • Kontakt zum Support aufzunehmen
  • Deine Bewertung abzugeben (nur 5 Sterne, versteht sich 🙂 )

DropSync vs DropSync Pro vs DropSync Ultimate

Abschliessend noch zur Entscheidung: welche Version von DropSync ist die Richtige für Dich?

Die kostenlose Grundversion ist auf alle Fälle der richtige Einstieg.

Für die ernsthafte Anwendung willst Du Dir die Pro-Version holen.

Sie hat folgende Vorteile im Vergleich zur kostenlosen Version:

  • Keine Werbung
  • mehrere Ordnerpaare (wie oben in meinen Screenshots zu sehen)
  • grosse Dateien hochladen
  • Passwortschutz der Einstellungen
  • wiederaufnehmbarer Dateitransfer
  • Synchronisation der kompletten Dropbox

Der letzte Punkt ist natürlich ein Witz, wenn Du wie ich eine 2 TB Dropbox hast. Keine Werbung und mehrere Ordnerpaare halte ich aber auf jeden Fall für das Minimum.

Der Upgrade kostet Dich einmalig ein paar Euro.

Das sollte es Dir sowieso wert sein.

Für derzeit einmalig 6,99 € – regulär 9,99 € – könnte ich meine Pro-Version auf die Ultimate-Version aufrüsten. Das hätte für mich die folgenden Vorteile:

  • mehrere Dropbox-Konten
  • Dropbox Business Team Ordner

Allein: dafür habe ich auf Sicht keine Verwendung. Es ist ja alles schon kompliziert genug 🙂

Nützliche Links

Hier ist der Link zu DropSync im Google Play Store

In der App findest Du wie beschrieben ganz leicht zur Online-Hilfe, dem User Guide. Per Google-Suche leider nicht so direkt.

Deshalb hier auch die Links zum User Guide und den FAQ, Frequently Asked Questions, was häufig gefragt wird:

https://metactrl.com/userguide/

https://metactrl.com/faq/

Autor von generateCLICKS, Gründer und Chef der Web-Agentur whkmedia. Wenn Wolfram sich nicht mit Websites und YouTube-Kanälen beschäftigt, ist er mit seiner Frau im Multivan unterwegs oder auf der Suche nach einem Espresso und einer knusprigen Laugenbrezel.