Windows Startmenü

Open-Shell: Dein bestes Startmenü für Windows 10, 11, 12 …

Don't start me up! Hol Dir endlich ein Startmenü, das nichts kostet, gut aussieht und so funktioniert, wie es Dir passt.

Open-Shell 00: Das bessere Windows 10 Startmenü
Open-Shell: Das bessere Windows Startmenü

Wenn Dir das Standard-Startmenü von Windows oder Windows 11 nicht passt, zeige ich Dir hier eine Alternative.

Kostet Dich nichts.

Mit 3 Downloads und ein paar Klicks bist Du am Start.

Alles was Du dazu brauchst, findest Du am Ende dieses Artikels. Auch mein aktuelles Setting, wie hier gezeigt, zum Importieren.

Wie sieht das aus?

In meinem aktuellen Startmenü sind alle regelmässig genutzten Programme direkt erreichbar. Ausserdem alle wichtigen Orte und Ordner. Und alle Einstellungen, die man immer wieder mal aufsucht, um Windows bei Laune zu halten (und den / die User:in davor 🙂 )

Open-Shell 01: Mein Open-Shell / Tenified Startmenü
Mein Open-Shell Startmenü mit “Tenified” Skin

Ich verwende dazu die Open-Source-Software Open-Shell (hiess früher mal: Classic Shell).

Dafür gibt es viele verschiedene “Skins” oder “Themes“.

Ich habe mich für “Tenified” entschieden (alle Links findest Du am Ende des Artikels).

Aber Du hast freie Auswahl. Du kannst Dir sogar eine eigene Skin bauen.

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Mein Startmenü in Relation zum gesamten Bildschirm

So sieht mein aktuelles Startmenü im Kontext aus.

Ja. Dunkler ging nicht. Und viel mehr Optionen kann ich da wohl nicht mehr reinpacken 🙂

Open-Shell anpassen

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Open-Shell in Kontextmenüs: Optionen hinzufügen, ändern, entfernen, sortieren

Nach der Installation von Open-Shell erscheint beim Klick auf das Windows-Logo unten links nicht mehr das Standard-Startmenü, sondern: eben! Dein Startmenü!

Einer der vielen Vorzüge von Open-Shell: Egal, wo Du bist, im Menü, oder irgendwo im Explorer, unterwegs auf Deinen Platten, in Ordnern usw. Du hast mit Rechtsklick immer die Option

  • Zum Startmenü hinzufügen (oder lösen) und
  • Startmenü organisieren (sortieren, anordnen)

Und mit einem Rechtsklick auf das Windows-Logo kommst Du zu den Open-Shell-Einstellungen. Hier kannst Du bei Bedarf auch Hilfe holen oder Open-Shell beenden.

Open-Shell 02: Einstellungen, mit Rechtsklick aufs Windows-Logo
Open-Shell Einstellungen: Rechtsklick aufs Windows-Logo

Das ist auch ein ganz wichtiger Vorteil von Open-Shell: Es integriert sich minimal-invasiv in Deine Windows-Installation:

  • Du kannst immer zurück zum Standard
  • Du verlierst nichts
  • Du kannst nichts kaputtmachen.

Ohne Garantie, natürlich. Hallo?! Wir sprechen von Windows! 🙂

Open-Shell einrichten

Ich hoffe, Du sitzt und es geht Dir gut. Dann bist Du bereit für diese gewaltige Auswahl an Einstellungen, die Dir Open-Shell bietet. Aber das ist kein Grund, nervös zu werden.

Auch mit den Standard-Einstellungen funktioniert es schon mal ganz gut.

Und am Ende des Artikels findest Du wie gesagt meine aktuellen Einstellungen, die Du ganz einfach importieren kannst.

Von da aus kannst Du Dich – nach und nach – bei Bedarf – weiter durchhangeln.

Start Menu Style, Skin, Backup

Die wichtigsten Optionen finden sich im Tab Start Menu Style. Hier kannst Du – wenn Du unbedingt möchtest – ganz weit in die Windows-Geschichte eintauchen und Dir das klassische Startmenü zurückholen.

Mir persönlich ist der Windows 7 Style schon historisch genug. Und auch nur als Basis für meine favorisierte Skin Tenified.

Open-Shell 03: Start Menu Style, erst mal Windows 7
Open-Shell Einstellungen: Windows 7 Style, Select Skin

Die Skin wählst Du hier mit dem Link Select skin … oder Du wechselst zum Tab Skin, wie im folgenden Bild gezeigt.

Hier hast Du zusätzliche Optionen für die Darstellung der aktiven Skin.

Open-Shell 04: Skin, z.B. Tenified
Open-Shell Skin: Tenified Optionen

In jedem Fall musst Du vorher dafür sorgen, dass die Skin Deiner Wahl als Datei im richtigen Ordner liegt. Das ist

c:\programme\open-shell\skins

Hier liegen gleich nach der Installation schon ein paar Alternativen für Dich herum, ab Windows XP aufwärts – wer’s braucht 🙂

Open-Shell 05: Backup - Save, Load, Reset, Clear
Open-Shell Backup: Mit einem Klick gesichert oder geladen

Die Dialogbox mit den Open-Shell-Einstellungen zeigt unten drei Buttons:

  • Backup
  • OK
  • Cancel

[ Backup ] ist der Button, über den Du alle Deine Einstellungen in einer XML-Datei sichern kannst, wie im Bild oben gezeigt. Oder eine vorhandene XML-Datei laden kannst, z.B. wenn Du zuvor meine heruntergeladen hast, am Ende des Artikels.

Customize Start Menu, Context Menu, Sounds, Language

Open-Shell 06: Customize Start Menu
Customize Start Menu: Was Du willst, wo Du willst, wie Du willst

Mit Start Menu ist hier die rechte Spalte gemeint, wo ohne Icons Orte, Ordner und Einstellungen aufgelistet sind.

Du kannst hier alle Optionen frei wählen, hinzufügen, entfernen, die Reihenfolge ändern und Trennstriche setzen:

  • Hinzufügen, entfernen mit Rechtsklick
  • Eine der vielen Standardoptionen auswählen
  • oder “Custom” und in einer Dialogbox spezifizieren
  • Verschieben mit der Maus auf dem Icon
Open-Shell 07: Context Menu
Context Menu: Was vom Default abweicht, wird fett hervorgehoben

In allen Bildern hier siehst Du meine letzten Einstellungen. Oben für das Kontextmenü. Fett hervorgehoben sind jeweils alle Einstellungen, die ich abweichend vom Default vorgenommen habe.

Open-Shell 08: Sounds
Sounds: Also ich mag Musik – aber nicht bei jedem Klick 🙂

Insbesondere, was den Tab Sounds betrifft. Seit ich vom Mac auf Windows umgestiegen bin, und das ist schon eine gaanze Weile her, achte ich peinlich darauf, dass ich No Sounds eingestellt habe. Davon rücke ich natürlich nicht ab, wenn ich mit Open-Shell mein Startmenü einstelle 🙂

Open-Shell 09: Language
Language: Freie Auswahl

Open-Shell bietet eine riesige Auswahl an Übersetzungen. Mir fällt eben heiss auf: ich habe darauf bisher gar nicht geachtet!

Der Witz ist: ich kann das gerne auf de-DE einstellen. Ich sehe nur keinen Unterschied. Auch nicht nach Beenden und wieder Starten von Open-Shell.

Vielleicht ist das bei den Entwickler:innen von Open-Shell noch in der Mache. So lange müssen wir ohne Übersetzung auskommen. Aber ich bin sicher: Du kommst auch so zurecht 🙂

Menu Look, Skin usw.

Ab jetzt geht es wirklich in die Details. Es ist ein Spielplatz! Nimm, was Dich anspricht, was Dir gefällt. Du siehst in den Bildern wieder, was ich zuletzt am besten fand.

Open-Shell 10: Menu Look
Menu Look: Animation – wer es mag: hier!

Animationen gehören jedenfalls nicht dazu. Die kann man im Tab Menu Look sehr angenehm auf No setzen.

Open-Shell 11: Start Button
Start Button: Hier kannst Du das Windows-Logo ersetzen

Auch den Tab Start Button ignoriere ich bis heute erfolgreich. Ich sehe für mich immer noch keinen Grund, an dem gewohnten Windows-Logo herumzubasteln.

Open-Shell 12: Taskbar
Taskbar: Open-Shell kann auch die Taskleiste umgestalten

Dito: Taskbar. Ich weiss, ich könnte. Aber warum sollte ich?

Open-Shell 13: Windows 10 Settings
Windows 10 Settings: Was wenn?

Und dann ist da noch der ominöse Tab Window 10 Settings.

Ich verstehe diese Option einfach nicht. Und vor allem traue ich mich nicht, den Haken auf JA zu setzen!

Open-Shell 14: Controls
Controls: Tastenkombinationen fürs Startmenü festlegen

Ganz anders im Tab Controls: Hier ist mir wichtig, dass ich verinnerlicht habe, was passiert, wenn ich auf das Windows-Logo klicke,

  • einfach so, mit der linken Maustaste: Open-Shell Menü klappt auf
  • mit der rechten Maustaste: Open-Shell Einstellungen, Hilfe, Beenden
  • Shift + Klick: nichts! Alles andere verwirrt mich!
  • Windows (+ Shift oder Klick oder): dito
Open-Shell 15: Main Menu
Main Menu: Was möchtest Du im Hauptmenü zur Auswahl haben?

Mit Main Menu ist die linke Spalte gemeint, mit der Auflistung aller Shortcuts (Verknüpfungen) zu den häufig benutzten Programmen.

Auch hier bevorzuge ich eine eher schlichte Liste.

Ich habe z.B. gar keine Metro Apps. Jedenfalls haben sie mir bisher nie gefehlt. Und die zuletzt / häufig aufgerufenen Programme – die habe ich ja schon aufgelistet. Und die möchte ich in immer derselben Reihenfolge am gleichen Platz wissen.

Aber das sind alles so persönliche Vorlieben!

Stell’ Dir das ein, wie es Dir am besten passt.

Open-Shell 16: General Behavior
General Behavior: Probier’ aus, was Dir am besten passt

Im Tab General Behaviour finde ich wichtig, dass der automatische Start aktiviert ist. Klar. Sonst müsste ich ja Open-Shell erst mal aus dem Standard-Windows-Startmenü heraus starten … ähem

Open-Shell 17: Search Box
Search Box: Ich suche selten, deshalb so schlank wie möglich

Im Bild oben erkennst Du sofort: die Windows-Suchbox nehme ich nicht wirklich ernst. Für manche Einstellungen kann das mal …

Ansonsten empfehle ich grundsätzlich auf die App Everything umzusteigen.

Dann klappt’s auch mit dem Suchen 🙂

Meine Einstellungen als XML-Text

In den folgenden vier Bildern siehst Du alle meine derzeitigen Open-Shell-Einstellungen im XML-Format.

Das ist exakt der Inhalt der Backup-Datei, die Du am Ende dieses Artikels herunterladen kannst.

WordPress ist so sicher, dass ich hier XML-Text nicht einfach so einbauen darf. Ich darf nicht mal die Datei zum Download anbieten, im XML-Format.

Aber gezippt ist es sicher, sagt WordPress. Und als Bilder: sowieso! 🙂

Open-Shell 18: Mein aktuelles Setting (1/4)
Mein aktuelles Setting (1/4)

Du erkennst jedenfalls an dem XML-Text, ja, es sind einige Einstellungen, aber es ist alles kein Hexenwerk. Du könntest sogar mit dem Texteditor Deines Vertrauens die XML-Datei direkt bearbeiten und anschliessend importieren.

Open-Shell 19: Mein aktuelles Setting (2/4)
Mein aktuelles Setting (2/4)
Open-Shell 20: Mein aktuelles Setting (3/4)
Mein aktuelles Setting (3/4)
Open-Shell 21: Mein aktuelles Setting (4/4)
Mein aktuelles Setting (4/4)

Fazit

Open-Shell ist eines dieser sagenhaften Freeware-Programme aus der User Community. Mit dem Vorläufer Classic Shell hat Ivo Beltchev an einem Wochenende 2009 mal so angefangen zu entwickeln und er ist 8 Jahre dabei geblieben. 2017 haben sich mehrere Leute zusammen auf die Fahne geschrieben, die Software unter dem neuen Label Open-Shell weiterzuentwickeln.

Die aktuelle Version ist 4.4.170 und auf GitHub ist kein Ende abzusehen.

Mit Windows 10 ist Open-Shell eh kompatibel. Windows 11 habe ich noch nicht getestet. Aber ich sehe keinen Grund, warum das dort nicht genauso funktioniert.

Mit Windows 11 hat Microsoft jedenfalls mal wieder bewiesen, dass sie Startmenü entweder nicht können oder nicht wollen. Am fehlenden Geschmack, wie Steve Jobs das Phänomen Microsoft mal so treffend charakterisiert hat, liegt das wohl nicht.

Windows 11 sieht ja durchaus gut aus (nach all den Jahren! 🙂 )

Mit jeder Windows-Version tischt Microsoft eine “neue” Version des Startmenüs auf. Plus Taskleiste. Plus … Und alles bleibt beim Alten. Nur woanders!

Wer Live-Kacheln, Widgets und all den Kram gerne hat, muss nichts tun.

Alle anderen wissen – spätestens jetzt – wo sie hin- und wegklicken können 🙂

Quellen

Open-Shell

Tenified Skin

Version 1.03

Meine Settings

Meine Open-Shell 4.4.170 / Tenified 1.03 Settings kannst Du mit dem folgenden Link herunterladen.

Dann entpacken und in Open-Shell per Backup / Load from XML file importieren:

Is klar, ne?! Nicht alle meiner Links werden einfach so auf Deinem Rechner funktionieren. Du hast z.B. einfach nicht meinen Benutzernamen 🙂

Aber das sollte mit dieser Anleitung leicht zu beheben sein.

Viel Spass mit Deinem neuen und vielleicht letzten Windows Startmenü aller Zeiten!

Autor von generateCLICKS, Gründer und Chef der Web-Agentur whkmedia. Wenn Wolfram sich nicht mit Websites und YouTube-Kanälen beschäftigt, ist er mit seiner Frau im Multivan unterwegs oder auf der Suche nach einem Espresso und einer knusprigen Laugenbrezel.